Ahorn

Der Ahorn kann in drei Arten eingeteilt werden. Der Bergahorn, der Spitzahorn und der Feldahorn. Für die heimische Forst- und Holzwirtschaft ist der Feldahorn jedoch nur von geringer Bedeutung. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Bergahornes lautet Acer pseudoplatanus und die des Spitzahornes Acer platanoides. Beide gehören zu der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Je nach Standort kann der Bergahorn eine Höhe von bis zu 30 m erreichen und der Spitzahorn eine Höhe zwischen 15 und 25 m. Der Ahorn kommt in den gemäßigten Zonen Europas vor, sowie in den Nordalpen bis auf eine Seehöhe von 1000 m. Meist ist er in Parks zu finden.

Der Ahorn zählt zu den hellsten heimischen Holzarten und unter Lichteinfluss wechselt sich seine Farbe zu gelblichbraun. Er wird bis zu 150 Jahre alt und bei älteren Bäumen kann es zu einer fakultativen Kernbildung kommen, jedoch zählt der Ahorn eigentlich zu den Splintholzbäumen. Das Holz weist außerdem Holzstrahlen auf, die im Radialschnitt als sogenannte Spiegel erscheinen. Der Ahorn hat eine häufige Wachstumsanomalie und daher ist sein Faserverlauf oft wellig. Diese spezielle Art des Verlaufes der Jahrringe nennt man, Riegeltextur und daher stammt auch der Name Riegelahorn. Die Darrdichte unterscheidet sich zwischen den Arten nur leicht. Der Bergahorn weist eine Darrdichte von etwa 590 kg/m³ und der Spitzahorn 620 kg/m³ auf. Da sich das Ahorn Holz besonders gut zum Drechseln, Fräsen und Schnitzen eignet, wird es gerne für dekorative Zwecke verwendet. Ebenso wird es wegen der Riegeltextur im Möbelbau und als Parkettboden verwendet.

 

Spitzahorn

Seine Blätter sind spitz und fünf bis sieben lappig. Sie sind zehn bis achtzehn Zentimeter breit und auf der Oberseite glänzend dunkelgrün, auf der Unterseite hellgrün. Die Blattnerven sind leicht behaart und der Stiel ist zwischen drei und zwanzig Zentimeter lang.
Die Rinde des Spitzahorns ist schwarzbraun und längsrissig. Die Frucht des Ahorns ist eine sehr bekannte. Sie ist ein paarweises angeordnetes geflügeltes Nüsschen.

 

Bergahorn

Die Blätter des Bergahorns sind fünf lappig und haben einen drei bis fünfzehn Zentimeter langen Stiel. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite hingegen hellgrün. Gleich wie der Spitzahorn sind die Hauptnerven des Bergahornblattes leicht behaart.

Die Rinde ist braun bis graubraun und weist eine Schuppung auf.

Die Frucht ist ebenfalls eine Flügelfrucht, welche rechtwinklig angeordnet ist. Sie ist bei Kindern auch als „Nasenzwicker“ bekannt.

Die Knospe ist gegenständig und die Schuppen sind gelbgrün mit einer braunen Berandung. Die Endknospe ist etwas größer als die Seitenknospen.

Birnbaum

Die wissenschaftliche Bezeichnung des Birnbaumes lautet Pyrus communis und er gehört zu der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der Birnbaum wächst gerne an Waldrändern und wird maximal 100 Jahre alt. Damit zählt er zu den kurzlebigen Baumarten.

Das Blatt ist eirund und hat eine Länge von ca. zwei bis acht Zentimetern. Der Blattrand ist ganz leicht gesägt und die Adern sind klar zu erkennen. Die Farbe des Blattes ist hellgrüne und verfärbt sich im Herbst gelb bis orangerot.

Die Rinde ist graubraun und würfelartig eingeschnitten. Dies kann sehr stark ausgeprägt sein.

Die Frucht weist unterschiedlichste Formen auf. Von rundlich bis länglich, grünlich bis gelblich findet man alles. Die Knospen sind hartspitzig. 

Nun zu den Holzmerkmalen der Birne. Er gehört zu den Reifholzbäumen und bildet daher einen hellen Kern aus. Das Holz ist zerstreutporig und hat eine hohe Anzahl von sehr feinen Poren. Weiters hat Birnenholz viele Holzstrahlen.

Das Holz ist hell und wird häufig gedämpft, um eine rötlichbraune Farbe zu erhalten. An den Hirnholzflächen findet man oft Markflecken.

Die Birne hat eine Darrdichte von 700 kg/m³.

Das Holz ist durch den sehr gleichmäßigen Aufbau gut zu fräsen und zu bearbeiten und wird daher gerne in Form von Furnieren im Innenausbau und Möbelbau verwendet, aber auch im Musikinstrumentenbau ist es neben Ahorn sehr beliebt.

Esche

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Esche lautet Fraxinus excelsior und sie gehört zu der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Sie wächst ziemlich rasch und wird bis zu 250 Jahre alt. Im Wirtschaftswald wird sie jedoch meist schon nach 70 bis 90 Jahren geerntet. Zu dieser Zeit hat sie einen Durchmesser von etwa einem halben Meter.

Das Blatt gefiedert und weist vier bis sechs Fiederpaare auf. Das gesamte Blatt ist ca. 25 Zentimeter lang. Ein einzelnes Blatt ist oval und spitz zulaufend. Zudem ist es auf den Rändern leicht gezackt. Die Hauptnerven sind leicht behaart.

Die Rinde ist grau und längsrissig. Zudem ist sie breit gerippt. Bei der Frucht handelt es sich um eine geflügelte Nussfrucht. Die Knospen sind markant schwarz und halbkugelig. Zudem sind sie immer gegenständig angeordnet.

Nun zu den Holzmerkmalen der Esche. Sie gehört zu den Kernreifholzbäumen und bildet daher einen fakultativen Farbkern aus. Ihr Holz ist ringporig und die Poren sind mit freiem Auge sichtbar. Das Eschenholz hat feine Holzstrahlen und eine schwach erkennbare Zeichnung im Spätholz. Das Holz ist hell und wird unter Lichteinfluss gelblich.

Die Darrdichte der Esche liegt bei 670 kg/m³.

Zu beachten ist, dass es einen Härteunterschied zwischen Frühholz und Spätholz gibt. Dies ist besonders bei breiten Jahrringen zu beachten.

Das Holz wird aufgrund seiner guten mechanischen Eigenschaften gerne für Sportgeräte und Werkzeugstiele verwendet. Aber auch für dekorative Zwecke.

Fichte

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Fichte lautet Picea abies und sie gehört zu der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie ist mit einem Anteil von ca. 60 % am österreichischen Ertragswald die wichtigste heimische Baumart. Sie kann bis zu 600 Jahre alt werden, wird aber meist schon nach 80 bis 120 Jahre geerntet.

Ihre Nadeln sind etwa ein bis zweieinhalb Zentimeter lang und einen Millimeter dick. Ihr Querschnitt ist rautenförmig und sie ist zugespitzt und steif. Daher sticht sie auch. Im Gegensatz zu der Tanne haben ihre Nadeln keinen Wachsstreifen auf der Rückseite.

Die Rinde ist kupferbraun und lässt sich in kleinen rundlichen Schuppen ablösen. Die Zapfen der Fichte hängen vom Baum und sind ca. zehn bis fünfzehn Zentimeter lang.

Nun zu den Holzmerkmalen der Fichte. Sie gehört zu den Reifholzbäumen und bildet daher einen hellen Kern aus. Die Jahrringe sind gut erkennbar, da sich das Spätholz durch seine dunkle Färbung von dem hellen Früholz deutlich unterscheidet. Oftmals sind mehrere Harzgallen sichtbar.

Die Darrdichte liegt bei 410 kg/m³. Damit gilt Fichtenholz als leicht und ist zudem auch noch sehr weich.

Das Holz lässt sich sehr gut und schnell trocknen. Es ist gut zu bearbeiten und vielseitig einsetzbar. Hauptsächlich wird es als Bau- und Konstruktionsholz verwendet. Es wird in massiver Form verwendet oder zu Lamellen verleimt, wie bei Brettschichtholz.

Linde

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Linde lautet Tilia spp. und sie gehört zu der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Sie kommt in zwei Arten vor, die Sommerlinde und die Winterlinde. Beide sind in ihren Baummerkmalen ähnlich und in den Holzmerkmalen praktisch nicht voneinander zu unterteilen. Sie kommt in ganz Mittel- und Nordeuropa bis zu einer Höhe von max. 1000 Metern vor. Linden können bis zu 1000 Jahre alt werden und beeindrucken so durch ihre schöne Wuchsform.

Das Blatt der Linde ist ca. zehn bis fünfzehn Zentimeter lang und fast genauso breit. Der Blattrand ist gesägt und der Stiel ist ca. drei bis fünf Zentimeter lang. Das Blatt der Sommerlinder und der Winterlinde ist herzförmig und ist nur durch die weißlichen Haare in den Nervenachseln auf der Blattunterseite der Sommerlinde zu unterscheiden. Die Winterlinde hat hingegen braune Haare auf der Blattunterseite zwischen den Nerven.

Die Rinde der Linde ist schwarzgrau, längs gefurcht und dicht gerippt. Die Frucht der Linde ist eine fünf bis sieben Millimeter lange Nussfrucht. Die Knospe der Linde ist zweizeilig am Ast angeordnet und glänzt leicht. Sie hat eine rötlichbraune Farbe.

Nun zu den Holzmerkmalen der Linde. Sie gehört zu den Reifhölzern und ist zerstreutporig.Gelegentlich hat sie einen grünlichen Farbstich, ist aber ansonsten sehr einheitlich mit einem seidigen Glanz und daher weniger dekorativ.

Die Linde hat eine Darrdichte von 520 kg/m³. Aufgrund der gleichmäßigen und feinen Struktur lässt sie sich gut bearbeiten und ist daher die wichtige Holzart für Holzschnitzarbeiten und Bildhauerei.

Rosskastanie

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Rosskastanie lautet Aesculus hippocastanum und sie gehört zu der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Sie kommt ursprünglich aus den Balkanländern und wurde mittlerweile in Mitteleuropa eingebürgert. Die Rosskastanie kann eine Höhe von bis zu 25 Metern erreichen.

Das Blatt der Rosskastanie besteht aus fünf bis sieben Fiederblättchen und kann bis zu 25 Zentimeter lang und 10 Zentimeter breit werden. Das einzelne Fiederblatt ist oval mit einer aufgesetzten Spitze darauf. Der Blattrand ist leicht gesägt und der Stiel kann zwischen 10 und 20 Zentimeter lang werden und weist am Grund eine keulige Verdickung auf. Die Farbe des Blattes ist auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite etwas heller.

Die Rinde ist graubraun, grobrissig und meist schuppig.

Die Frucht besteht aus einer fünf bis sieben Zentimeter großen, kugeligen, grünen Stachelkapsel. In ihr befindet sich der Samen, die Kastanie. Doch Vorsicht, diese Art ist nicht für den Verzehr geeignet und leicht giftig!

Die Knospen sind gegenständig und leicht klebrig. Sie sind schuppig und rötlichbraun. Die Endknospe ist im Gegensatz zu anderen sehr groß.

Nun zu den Holzmerkmalen der Rosskastanie. Sie gehört zu den Splintholzarten und ist zerstreutporig.Sie hat feine Holzstrahlen und ihr Holz ist gelblichweis und empfindlich gegen Verfärbungen. Die Darrdichte liegt bei etwa 510 kg/m³. Das Holz ist geringwertig und wird für Schnitzarbeiten oder als Blindholz in der Tischlerei verwendet.

In der Medizin hat der Baum eine größere Bedeutung, denn die aus dem Baum hergestellte Präparate werden gerne als entzündungshemmend bezeichnet.

Rotbuche

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Rotbuche lautet Fagus sylvatica und sie gehört zu der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Die Rotbuche ist eines der bedeutendsten Nutzhölzer in Österreich. Die hat den größten prozentuellen Anteil der Laubhölzer in unserem Wald. Sie wird bis zu 30 Meter hoch und kann bis zu 300 Jahre alt werden.

Das Blatt der Rotbuche ist ca. fünf bis zehn Zentimeter lang und nach dem Austrieb seidig behaart. An der Oberseite wird es dann kahl und glänzend grün. An der Unterseite hingegen heller mit langen seidigen Haaren am Blattrand.

Die Rinde ist graubraun und meist glatt, im Alter hat sie oftmals eine silbergraue Färbung. Die Frucht des Baumes ist die ca. zwei Zentimeter große Buchecker. Die Knospe ist lang-spindelförmig und weit abstehend. Meist hat sie eine silberbräunliche Färbung.

Nun zu den Holzmerkmalen der Rotbuche. Sie gehört zu den Kernreifholzbäumen und bildet daher einen unregelmäßigen fakultativen Farbkern aus. Ihr Holz ist zerstreutporig und hat eine rötliche Farbe. Zudem sind in allen Schnittrichtungen die Holzstrahlen deutlich sichtbar. Diese prägen vor allem das Holzbild der Buche und verleihen ihr so die typische Maserung.

Die Darrdichte liegt bei 680 kg/m³.

Aufgrund der gleichmäßigen Struktur, ist das Holz gut zu bearbeiten und nachdem es gedämpft wurde auch gut zu messern und schälen. Die Verwendung ist vielseitig und reicht vom Möbel- und Innenausbau bis hin zu Furnierenherstellung und Verpackungsware für Obst.

Stieleiche

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Stieleiche lautet Quercus robur und sie gehört zu der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Sie kann bis zu 2000 Jahre alt werden und wird generell als sehr langlebig bezeichnet. Durch ihre Herzwurzeln, hat sie eine hohe Stabilität in der Erde und wird bei einem Sturm meist abgebrochen als entwurzelt.

Das Blatt der Stieleiche ist ca. fünf bis zwölf Zentimeter lang und am Blattrand wellig gelappt. An der Oberseite ist das Blatt dunkelgrün und ledrig, an der Unterseite etwas heller und mit einer leichten Behaarung auf den Blattnerven.

Die Rinde ist dunkelgrau bis braungrau und tief gefurcht.

Die Frucht des Baumes ist eine Nussfrucht in einem flachen Fruchtbecher.

Knospe ist vielschuppig und wechselständig am Ast angeordnet. Die Endknospe ist groß mit seitlichen Knospen.

Nun zu den Holzmerkmalen der Rotbuche. Sie gehört zu den Kernholzbäumen und bildet daher einen Farbkern aus. Ihr Holz ist ringporig und hat breite markante Holzstrahlen. Normalerweise hat die Eiche eine hellbraune Farbe, doch sie verfärbt sich nach dem Trocknen oft dunkel bis dunkelbraun. Daher ist sie nicht einfach zu trocknen.

Die Darrdichte liegt bei 670 kg/m³. Da das Holz einen hohen Gerbstoffsäuregehalt hat, reagiert feuchtes Eichenholz stark, wenn es mit Eisen in Berührung kommt. Hierbei bilden sich dunkelblaue bis schwarze Reaktionsflecken.

Das Kernholz der Eiche hat eine sehr hohe natürliche Resistenz gegen Pilze (Klasse 2). Es wird gerne im Innenausbau und Möbelbau verwendet und zählt zu den wertvollsten heimischen Hölzern.

Vogelkirsche

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Vogelkirsche lautet Prunus avium und sie gehört zu der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist meist am Waldrand zu finden und hat für die Holzwirtschaft keine große Bedeutung. Ihr Höchstalter von 100 Jahren erreicht sie nur selten, da sie zuvor oft Kernfaul wird. Daher erfolgt die Ernte bereits ab dem 70 Jahr.

Das Blatt der Linde ist ca. sieben bis zwölf Zentimeter lang und zugespitzt. Der Blattrand ist gesägt und der Stiel ist ca. zwei bis vier Zentimeter lang. An der Oberseite ist es kahl und etwas glänzend und auf der Unterseite ist es auf den Blattnerven leicht behaart.

Die Rinde der Vogelkirsche ist anfangs glatt und glänzend mit langen waagrechten Korkwarzenbändern. Die Frucht ist eine runde Steinfrucht mit langem Stiel. Die Farbe ist rot. Die Knospe besteht aus mehreren einzelnen Knospen und ist leicht geschuppt. 

Nun zu den Holzmerkmalen der Vogelkirsche. Sie ist eine Kernholzart und ist halbringporig. Bei Lichteinfluss kann das Holz hellbraun bis rötlichbraun nachdunkeln.

Die Darrdichte liegt bei etwa 570 kg/m³. Das Holz ist gut zu bearbeiten und wegen seiner homogenen Struktur lässt sich eine sehr glatte Oberfläche erzielen.

Es wird gerne im Möbel- und Innenausbau massiv oder als Furnier verwendet. Baum hergestellte Präparate werden gerne als entzündungshemmend bezeichnet.

Walnuss

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Walnuss lautet Juglans regiaund sie gehört zu der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Ein Walnussbaum kann bis zu 120 Jahre alt werden. Er ist bekannt dafür, dass er Mücken und Fliegen abhält und wird daher gerne in Heurigengarten angepflanzt.

Das Blatt ist unpaarig gefiedert und hat einen etwa drei bis fünf Zentimeter langen Blattstiel. Ein einzelnes Fiederblatt ist länglich oval und an beiden Enden verschmälert. An der Oberseite ist das Blatt dunkelgrün und an der Unterseite etwas heller und mit einer leichten Behaarung in den Nervenwinkeln. Beim Zerreiben des Blattes ist ein Terpentin Geruch zu riechen.

Die Rinde ist graubraun bis schwarzgrau und längsrissig.

Die Frucht des Baumes ist eine Nussfrucht, welche rundlich oval ist und grün. Im inneren befindet sich der Samen, welche für den Verzehr geeignet ist.

Die Knospe ist schildförmig und befindet sich über der Blattstielnarbe. Sie hat eine dunkelbraune Farbe und die Endknospe besteht aus mehreren Einzelknospen.

Nun zu den Holzmerkmalen der Walnuss. Sie gehört zu den Kernholzbäumen und bildet daher einen Farbkern aus. Ihr Holz ist halbringporig und die Poren sind mit freiem Auge erkennbar. Normalerweise hat das Holz einen brauen Grundfarbton mit fast schwarzen Farbstreifen.

Die Darrdichte liegt bei 640 kg/m³.

Das Holz lässt sich gut trocknen, doch es benötig dazu einige Zeit. Es ist gut zu bearbeiten, sowie auch zu beizen und polieren. Die natürliche Dauerhaftigkeit des Kernholzes liegt mit der Klasse 3 im Mittelfeld. Es wird gerne für die Verarbeitung von Möbeln und der Furnierindustrie verwendet. Der Preis ist hierbei meist höher als andere heimische Edelholzarten.

Weißbirke

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Birke lautet Betula insignis und sie gehört zu der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Ebenso wird sie auch Hängebirke genannt, da ihre Äste stark nach unten hängen. Sie gilt als Pionierbaumart und kann so als eine der ersten Baumarten auf Kahlflächen und Lichtungen wachsen. Sie kommt in ganz Mittel- und Nordeuropa bis zu einer Höhe von max. 1500 Metern vor. Ihr Höchstalter beträgt 120 Jahren.

Das Blatt der Birke ist ca. vier bis sieben Zentimeter lang und zugespitzt. Der Blattrand ist gezackt und der Stiel ca. drei Zentimeter lang. Das Blatt hat eine dunkelgrüne Farbe und verfärbt sich im Herbst goldgelb.

Die Weißbirke hat eine leicht erkennbare weiße Rinde mit schwarzen Querrissen. Weiters ist sie tief gefurcht. Die Frucht der Birke ist eine ca. zwei bis drei Millimeter große Nussfrucht, welche rundum häutig geflügelt ist. Die Knospe ist länglich warzig und hat eine braune Farbe. Sie steht wechselständig vom Ast ab.

Nun zu den Holzmerkmalen der Birke. Sie gehört zu den Splintholzarten und bildet daher keinen Farbkern aus. Ihr Holz ist zerstreutporigen und daher sind ihre Poren im Querschnitt als feine helle Punkte erkennbar. Das Holz ist blassgelblich bis rötlichweiß und zeigt hirnflächig oft rötlichbraune Markflecken. Darunter versteht man kleine dunkle Verfärbungsflecken, die im Kambium durch den Fraß von Fliegenlarven entstehen.

Die Birke hat eine Darrdichte von 640 kg/m³ und gilt somit als schwer. Ihr Holz ist zäh und elastisch und eignet sich hervorragend für jede Art der Bearbeitung. Durch die gute Bearbeitbarkeit wird sie für Drechselware oder als Schnitzholz verwendet. Doch auch im Parkett und Möbelbau wird sie durch ihr leicht einzufärbendes Holz gerne verwendet.




 

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